Die Nasennebenhöhlen, die die Luft, die wir atmen, befeuchten und dabei helfen, sie von Keimen zu reinigen, sorgen auch für eine Erleichterung unserer Schädelknochen und spielen auf charakteristische Weise eine wichtige Rolle bei der Bildung unserer Stimme. Wenn die Nasennebenhöhlen infolge der Verstopfung in der Nase nicht richtig belüftet werden, sammeln sich Bakterien oder Viren in ihnen an, was zu einer bakteriellen Nasennebenhöhlenentzündung führen kann. Infolge dieser Situation, die vor allem im Herbst und Winter zunimmt und wenn eine chronische Sinusitis vorliegt, kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich werden.

Halsschmerzen, Austrocknen und Verkrusten der Nase, Mundgeruch trotz gründlicher Mund und Zahnpflege, Schnarchen, verstopfter Nase, Geruchsverlust, anhaltender Müdigkeit, trockenem Husten, Stimmveränderung, Nasenrachenausfluss und länger als 3 Monate anhaltende Beschwerden der Oberatemwege können Anzeichen von Sinusitis sein. In diesen Fällen wäre ein Arztbesuch die beste Option.

Vor einer Sinusitis-Operation, die eine sehr empfindliche Operation ist, können intranasale Ursachen durch endoskopische Untersuchung diagnostiziert werden. Patienten mit akuter Sinusitis können innerhalb von 10 bis 14 Tagen mit Antibiotika, Nasentropfen und Antipyretika/Schmerzmitteln genesen, wenn aber auf eine medizinische Behandlung von 1-2 Monaten keine Genesung erfolgt, kann eine chronischer Rhinosinusitis vorliegen, bei diesen Patienten sollte eine endoskopische Nasennebenhöhlenoperation durchgeführt werden. Ca. 80 Prozent der Patienten mit chronischer Rhinosinusitis genesen nach einer Operation vollständig. Die in den letzten Jahren angewandte Ballon-Sinuplastik bietet mit dem leichteren Eingriff eine frühere Genesung. Diese Technik kann jedoch nur bei 10 Prozent der Patienten angewendet werden.